Korrosionsbeständigkeit von Leichtmetallfelgen ist ein Muss

Es gibt Alufelgen und es gibt die Fuchsfelge®. Jeder Porschefahrer denkt bei diesem Namen sofort an herausragendes Fahrverhalten und an den berühmten Porsche 911, mit dem sie gleichsam ebenfalls zur Legende wurde.

Heute produziert der Hersteller OTTO FUCHS darüber hinaus unterschiedliche Leichtmetallräder für diverse Automobilmarken, beispielsweise mit Uni-Farblackierung, Bi-Color-Oberflächen  oder polierten Oberflächen. Die aufwändig geschmiedeten, unverkennbaren Leichtmetallräder sind aus der Premiumklasse aller führenden Automobilhersteller nicht wegzudenken, daher wird Qualitätssicherung bei der Otto Fuchs KG im sauerländischen Meinerzhagen, auch ganz groß geschrieben. In einem Memmert Klimaprüfschrank werden beispielsweise Prototypen und Vorserien auf Beständigkeit gegen Filiformkorrosion geprüft.

Im Memmert Klimaprüfschrank CTC prüft Otto Fuchs Leichtmetallräder auf Beständigkeit gegen Filiformkorrosion

 

Prüfung auf Beständigkeit gegen Filiformkorrosion

Die Designs mit Bi-Color-Oberfläche (polierte Teilbereiche) bzw. mit polierten Oberflächen zeigen eine verstärkte Neigung zur Filiformkorrosion. In einem Memmert Klimaprüfschrank CTC prüft man bei Otto Fuchs die Qualität der Lackhaftung auf polierten Aluminiumoberflächen z.B. nach DIN ISO 4623-2 (Beschichtungsstoffe - Bestimmung der Beständigkeit gegen Filiformkorrosion) oder der Werksnorm DBL 7381. Diese Art der Korrosion mit dem typisch fadenartigen Erscheinungsbild kann vor allem nach mechanischer Beschädigung der Beschichtung, z.B. durch einen Kratzer, auftreten. Als Hauptursache vermutet man Chloride, wie sie beispielsweise im Streusalz oder in der Meeresluft enthalten sind. 

Wesentlich: Langzeitstabilität des Klimaprüfschranks

Charakteristisches Bild einer Filiformkorrosion

Charakteristisches Bild einer Filiformkorrosion, ©Corrosion and Protection Centre, School of Materials, The University of Manchester

 

Nachdem die zu prüfende Oberfläche mit einer Ritzspur versehen wird, bleibt sie z.B. 24 Stunden unter definierten Bedingungen in einer Salzsprühnebelkammer (z.B. nach DIN EN ISO 9227 CASS, eine andere Animpfung ist möglich) und kommt anschließend für 28 Tage zur Korrosionsbildung in den Memmert Klimaprüfschrank CTC. Die Temperatur-Feuchte-Paarungen variieren je nach Norm oder Herstelleranforderung, betragen jedoch üblicherweise 40 °C/82 % rh oder 60 °C/82 % rh. Nach Ablauf des Prüfzeitraums wird abschließend die Unterwanderungstiefe der Filiformkorrosion ausgewertet.

Während des gesamten Prüfzeitraums darf die Temperatur maximal ±1 K abweichen. Holm Vogt, bei Otto Fuchs verantwortlich für die Korrosionsprüfungen, schätzt daher am Klimaprüfschrank CTC neben der einfachen Menüsteuerung vor allem die Langzeitstabilität und den damit verbundenen störungsfreien Wochenendbetrieb. Denn welcher Qualitätsverantwortliche wäre schon begeistert, wenn unter Umständen ein wochenlang andauernder Versuch wiederholt werden müsste?

Atmosafe bedankt sich ganz herzlich bei der Otto Fuchs KG, insbesondere dem Leiter des Chemischen Labors, Holm Vogt, für die Unterstützung bei der Erstellung dieses Artikels.

Klimaprüfschrank mit Drucklufttrocknung

Der Klimaschrank aus dem Memmert Sonderbau deckt von Tropenklima bis zu arktischem Klima eine große Bandbreite an Temperatur-Feuchte-Kombinationen zuverlässig ab. Darüber hinaus kann das Bedienpersonal die in den Innenraum eingebrachten Medizinprodukte von außen bedienen, ohne die Tür zu öffnen.

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Themenschwerpunkte in der Übersicht
  • Korrosionsprüfung
  • Leichtmetallräder, Aluminium
  • Beständigkeit gegen Filiformkorrosion
  • Otto Fuchs KG, Meinerzhagen
  • Klimaschrank, Klimaprüfschrank 
  • DIN EN ISO 9227 CASS, DIN EN ISO 4623-2, DBL 7381

 

Bildnachweis: Memmert/Otto Fuchs KG/Corrosion and Protection Centre, School of Materials, The University of Manchester