Verdampfen und Verdunsten

Temperatur und Druck bestimmen den Aggregatzustand eines Stoffes, also ob er fest, flüssig oder gasförmig ist.

Wasser ist zum Beispiel bei Normaldruck (1013 Hektopascal, hPa) und bei Temperaturen unter 0 °C fest (Eis), zwischen 0 °C und 100 °C flüssig und am Siedepunkt, also bei Temperaturen über 100 °C gasförmig (Dampf). Der Sonderfall des Siedens, das Verdunsten tritt dann ein, wenn Teilchen mit einer hohen kinetischen Energie (z.B. durch Wärmeeinfluss) die Anziehungskräfte von Teilchen mit niedrigerer kinetischer Energie in einer Flüssigkeit überwinden können. Wenn die in der abgekühlten Flüssigkeit verbliebenen Teilchen weiterhin aus der Umgebung Energie entnehmen, verdunstet die Flüssigkeit am Ende vollständig.

Beim herkömmlichen Temperierschrank mit natürlicher Konvektion oder Umluft verringert eine möglichst gleichmäßige Temperaturverteilung (keine Bildung von Wärmenestern) die Gefahr der Verdunstung von Flüssigkeit in den Proben. Bei Beschickungsgut, das unter keinen Umständen austrocknen darf, unterstützt man dies durch ständige Zufuhr von Feuchte, z.B. mittels Wasserschalen oder einer geregelten Zuführung von Feuchte.

Übersicht Glossar Temperierschrank

 


Bildnachweis: Memmert GmbH + Co. KG

Verdunstung von Flüssigkeit in einem Temperierschrank
Verdunstung von Flüssigkeit in einem Temperierschrank