Wärmeschrank für die Normprüfung
von Geschirrspülern und Reinigern

Für manche Menschen zählen Geschirrspülmaschinen zu den wichtigsten Errungenschaften der Neuzeit. Erfinderin war – wie könnte es anders sein -  eine Frau, die Amerikanerin Josephine Cochrane.

Eine Dame der höheren Gesellschaft wird Erfinderin

Ihr Urgroßvater war ebenfalls Erfinder gewesen, ihr Vater Ingenieur, doch Josephine Cochrane (1839 – 1913) hatte mit Technik erst einmal nichts im Sinn. Nach ihrer Heirat führte sie das Leben einer Dame der höheren Gesellschaft, liebte Partys und hatte Dienstboten, die ihr jegliche Hausarbeit abnahmen. Doch diese gingen mit ihrem ererbten Geschirr aus dem 17. Jahrhundert nicht sehr pfleglich um. Für Josephine war es natürlich keine Alternative, die kostbaren Teller zukünftig immer selbst zu spülen und so entwarf sie die erste mechanische Spülmaschine, in der ein Wasserstrahl mit heißem Seifenwasser gezielt auf die mit Geschirr belegten Stellagen im Innenraum gerichtet werden konnte. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1883 hatte sie kaum Geld, aber jede Menge Schulden und so wurde die Vermarktung ihrer Erfindung eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Josephine Cochranes 1897 gegründete Fabrik für Spülmaschinen, die Garis-Cochran Manufacturing Company, wurde nach ihrem Tod von der Firma Hobart aufgekauft, die die Geräte unter der Marke Kitchenaid, heute Teil des Whirlpool-Konzerns, überwiegend in Hotels und Restaurants vermarktete. Erst ab Mitte der 1960er Jahre hielt der automatische Tellerwäscher langsam Einzug in die Privathaushalte. 

Josephine Cochrane, veröffentlicht als gemeinfreie Datei auf Wikipedia

 

Geschirrspülen ist eine Wissenschaft für sich

Mittlerweile ist der Markt ein Milliardengeschäft und der Konsument erwartet von Maschinen und Spülmitteln, dass auch die hartnäckigsten Rückstände restlos entfernt werden. Bevor neue Geräte oder Reinigungsprodukte am Markt eingeführt werden, durchlaufen sie lange Testreihen. Altbekannte Problemfälle wie Tee, Stärke, Milch, Ei, Spinat oder Hackfleisch werden in Wärmeschränken regelrecht in das Geschirr eingebrannt, um anschließend das Zusammenspiel von Sprüharmen, Druck und Volumen der Wasserstrahlen sowie Reinigungschemie zu beurteilen. Übrigens: auch um Reiniger für Glaskeramikfelder zu testen, wird eine Anschmutzung auf einer Glaskeramik-Kochplatte im Wärmeschrank bei hohen Temperaturen eingebrannt.

Memmert heizt verschmutztem Geschirr kräftig ein!

Der Memmert Umluft-Wärmeschrank UFP800DW setzt seit vielen Jahren Standards bei der Prüfung der Gebrauchseigenschaften von Geschirrspülern sowie Haushaltsreinigern. Die DIN EN 50242/DIN EN 60436 definiert Messverfahren, um die Gebrauchseigenschaften eines elektrischen Geschirrspülers festzulegen und nennt den Memmert UFP800DW als Beispiel für einen Umluft-Wärmeschrank, der mit den Spezifikationen der Norm übereinstimmt. Um Temperaturüberschwinger in jedem Fall zu vermeiden, wurden Temperaturregelung und Heizleistung von der Memmert Entwicklung speziell an die in der EN 50242/EN 60436 geforderten Prüfparameter angepasst. Auflagewinkel für Prüf-Gitterroste, Distanzleisten sowie Aufnahmekörbe für Tassen und Gläser sind bereits vormontiert.

Memmert Umluft-Wärmeschrank UFP800DW für Prüfung nach
DIN EN 50242/DIN EN 60436

 
Themenschwerpunkte in der Übersicht
  • Geschirrspülmaschine
  • Josephine Cochrane
  • Wärmeschrank
  • EN 50242
  • EN 60436
  • Prüfung der Gebrauchseigenschaften von Geschirrspülern sowie Haushaltsreinigern
  • Anschmutzung

Prüfung von Regelgeräten im Klimaschrank

Die Stuhl Regelsysteme GmbH testet die Funktionsfähigkeit ihrer elektronischen Komponenten in einem Memmert Klimaschrank ICH 256.

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